Vitiligo: Weiße Flecken an der Hand (© Axel Bueckert / Fotolia)

Zahl der Betroffenen in Deutschland und weltweit (Epidemiologie von Vitiligo)

Weltweit sind 0,5 bis 2 % der Gesamtbevölkerung von Vitiligo betroffen. Allerdings tritt sie nicht gleichmäßig verteilt auf, was auf den ethnischen Ursprung der Patienten zurückzuführen ist und weshalb die Häufigkeitsangaben je nach Land in der Fachliteratur stark variieren können (0,14 bis 8,8 %). So sind in Nordeuropa rund 0,5 % und in den USA 1 % aller Menschen von Vitiligo betroffen

In Ländern mit intensiver Sonneneinstrahlung und dunkleren Hauttypen wie z.B. bei Indern, Menschen aus Nahost, Fernost und Südamerika, ist die Vitiligo hingegen wesentlich häufiger anzutreffen. Obwohl Frauen häufiger ärztliche Hilfe bei ihrer Pigmentstörung suchen als Männer, kann man davon ausgehen, dass Männer und Frauen gleich häufig von der Erkrankung betroffen sind. 

Die Diskrepanz hinsichtlich des Behandlungswunschs hängt vermutlich damit zusammen, das Frauen generell gesundheitsbewusster leben als Männer und aus Sorge um ihre Gesundheit eher ärztlichen Rat und Hilfe suchen. Bei der Vitiligo mögen allerdings auch kosmetische Aspekte eine Rolle spielen. Vitiligo ist eine erworbene Erkrankung, d.h. niemand wird mit einer bereits bestehenden Vitiligo geboren. Prinzipiell kann sie sich in jedem Alter entwickeln. So können die ersten weißen Flecken wenige Tage oder Wochen nach der Geburt entstehen, es sind aber auch Fälle von Patienten bekannt, die mit über 80 Jahren urplötzlich eine Vitiligo entwickelten. In 70 – 80 % der Fälle entwickelt sich die Erkrankung allerdings zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr und in 50 % der Fälle noch vor Erreichen des 20. Lebensjahrs. Nach dem Erkrankungsalter kann die Vitiligo in 3 Klassen eingeteilt werden:

  • Kindervitiligo: 1. – 12. Lebensjahr
  • Adoleszentenvitiligo: 13. – 20. Lebensjahr
  • Erwachsenenvitiligo: jenseits des 21. Lebensjahrs

Die Einteilung in 3 Altersgruppen ist nicht nur von statistischer Bedeutung, vielmehr ergeben sich daraus auch Hinweise auf den voraussichtlichen Verlauf und die Prognose der Erkrankung.

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